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Gartenteich

Wir bauen einen Gartenteich:

Auch beim Gartenteich sollten wir an Egon Olsens große Worte denken: „Wir haben einen Plan!“
Noch besser ist es, wenn der Gartenteich bereits im Gesamtkonzept des Grundstückes integriert wird, denn wer sich für einen Gartenteich entscheidet, entscheidet sich zugleich für einen natur belassenen Garten. Gerade beim Gartenteich sind einige Dinge zu beachten:
- hat man kleine Kinder im Haus, ist dafür zu sorgen, dass der Teich für Kleinkinder unzugänglich ist
- das Nachbarschaftsrecht ist zu beachten
- man kann sich sicherheitshalber bei den örtlichen Behörden erkundigen, um nicht gegen Baubestimmungen oder anderen gesetzlichen Vorschriften zu verstoßen

Nun zur eigentlichen Planung des Gartenteiches. Man muss sich nunmehr entscheiden, ob ein Fertigteich oder ein Folienteich gebaut werden soll. Ein Teich von ca. 12 bis 15 m² Wasserfläche und einer Tiefe von mindestens 1 m ist in der Regel fähig, sich selbst zu reinigen. Das bedeutet, man kann auf Pumpen und Teichfilter verzichten. Die Größe des Teiches hängt natürlich auch von der Größe des Grundstückes ab und welcher Platz zur Verfügung steht.
Der von uns gebaute Teich soll als Bespiel dienen und wird als Folienteich angelegt. Dieser Teich hat eine Wasserfläche von ca. 20 m² und ist an der tiefsten Stelle ca. 1,50 m tief. Mit dieser Größe ist gewährleistet, dass der Teich ein stabiles biologisches Gleichgewicht hat und Temperaturschwankungen sich nicht negativ auswirken. Der Teich wird an einer Seite in eine Böschung „hineingebaut“. Eine Seite ist relativ flach ansteigen und damit ideal für einen Bachlauf geeignet. Die anderen 2 Seiten sind ebenerdig. Bei dieser Größe muss man mit einem Erdaushub von 1,5 m³ gewachsenen Boden rechnen. Ein Kleinbagger mit Tieflöffel erleichtert den Aushub der Teichgrube erheblich. Die Profilierung des Teiches muss dann trotzdem noch von „Hand“ erfolgen, da der Teich ja aus verschiedenen Ebenen besteht. Unsere Zeichnung für den Teichplan zeigt das anschaulich. Nachdem die Profilierung des Teiches erfolgt ist, muss man alle groben und scharfkantigen Steine entfernen. Nun kann man in den profilierten Teich  eine Schicht feinen Sand von 3 bis 5 cm Dicke zum Schutz der Teichfolie auftragen.  Die Bessere Lösung ist auf alle Fälle entweder ein Teichvlies, oder genauso gut und noch dazu kostensparend ist ein alter Teppich, bzw. alte Auslegware. Das verwendete Material muss in den Teich eingepasst werden und Schnittstellen sind zu überlappen. Bei unserem Teichbeispiel wurde an der Böschung eine Trockenmauer errichtet. Das ist ein besonders kritischer Punkt, da die Teichfolie unter und hinter der Trockenmauer liegt. Diese doch recht schweren Steine liegen somit auf der Teichfolie auf. Deshalb muss dieser Bereich sehr gut abgepolstert werden. Zusätzlich kommt unter den Steinen deshalb nochmals eine Schicht feinkörniger Sand. Nun ist die Teichfolie an der Reihe und es muss berechnet werden, wie viel Teichfolie benötigt wird. Teichfolie gibt es als Rollenware in den Breiten 2, 4, 6, und 8 m. Die einfachste und sicherste Lösung dieser Aufgabe ist das Ausmessen der fertig profilierten Teichgrube. Für die Ränder werden auf jeder Seite 50 cm dazu gegeben. In unseren Fall war die profilierte ca. Länge 9 m und die profilierte Breite ca. 7 m. Die Größe der erforderlichen Teichfolie ist somit 8 x 10 m.
Will man die Teichfolie schon vor Beginn der Arbeiten kaufen, benutzt man eine einfache Faustformel: Teichlänge plus 2x Teichtiefe plus 2x 50 cm= Folienlänge
                                   Teichbreite plus 2x Teichtiefe plus 2x 50 cm = Folienlbreite

Nunmehr kann die Teichfolie verlegt werden. Die Temperatur sollte nicht unter 15° C
sein, da dann die Teichfolie nicht mehr genügend flexibel ist. Je höher die Temperatur, umso leichter geht die Verlegung. Ist die Teichfolie verlegt, wird sauberer Sand auf den Grund des Teiches aufgebracht. Anschließend wird sofort Wasser in der tiefsten Stelle der Teichmulde eingelassen. Durch den Wasserdruck wird die Teichfolie fest an den Untergrund angedrückt. So wird schrittweise weiter verfahren: Sand auffüllen und Wasser einlassen. Im Bereich der Trockenmauer wird nun zum Schutz der Teichfolie eine ca. 10 cm dicke Sandschicht aufgebracht. Danach werden die ersten Steine für die Trockenmauer verlegt. Die Steine für die Trockenmauer werden im Sand verlegt und nicht lotrecht, sondern in Richtung Böschung nach hinten fallend im Winkel von ca. 70°. Die Mauer lehnt sich also an die Böschung an. Nun kann man schon Pflanztaschen und Pflanzkübel einbauen und auch schon mit der Bepflanzung beginnen. Die Randgestaltung kann auch schon erfolgen. Die einfachste Lösung dafür ist das Graben von kleinen Rinnen am Rand entlang und Steine verlegen und bis zur späteren Wasseroberfläche mit Sand abdecken. Der Bachlauf darf natürlich auch nicht vergessen werden. Er wird nach oben zu rinnenförmig ausgeschachtet und wird mit Teichfolie ausgelegt. Dafür können vom Rand abgeschnittene Reste der Folie verwendet werden. Dabei ist allerdings auf ausreichende Überlappung zu achten, damit kein Wasser unter die Folie fliesen kann.
 

 

So soll der Gartenteich werden!Der Gartenteich wird ausgebaggert!Die Profilierung des Teiches!Alte Auslegware als idealer Schutz für die Folie!Die Teichfolie wird ausgelegt!Etwas Wasser wird eingefüllt!Die Trockenmauer und PflanztaschenEs wird weiter Wasser eingelassen!Die Bepflanzung beginnt!Die RandgestaltungDie TrockenmauerDer Bachlauf wird mit Steinen eingefasst!Sauberes und klares Wasser auch ohne Filter!Der Teich ist fertig!Der Teich fügt sich harmonisch in die Gartenlandschaft ein!